Archive for the ‘praktikum’ Category

Niemandsland

4. September 2010

Ich habe Abschied genommen. Zum ersten mal in meinem Leben blicke ich wirklich wehmütig auf einen Lebensabschnitt zurück. Mein Studium ist vorbei, ich bin so richtig echt fertig. Anders als sonst (Schulwechsel, Abi, Umzug…) stellte sich mit dem Ende der Abschlussfeier irgendwie ein neues Lebensgefühl ein. Klingt komisch, ist aber so. Ich fühle mich noch nicht fertig. Damit will ich nicht sagen, dass ich in meinem Studium nichts gelernt habe, oder mich total und völlig unvorbereitet fühle, sondern vielmehr, dass ich gerne noch ein bisschen klein bin. Und das passt irgendwie nicht zu dem Bild das ich von der Sozialarbeiterin an sich habe.

Letzte Woche beim Arzt wurde ich gefragt was ich beruflich mache und war irgendwie überfordert. Ich murmelte was von ich bin vor einigen Tagen noch Studentin gewesen/meine Berufsbezeichnung ist/ich bin fast Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr.

Für mich selbst hab ich mich darauf geeinigt, dass ich grade im Niemandsland bin. Nicht-mehr-Studentin und Noch-nicht-Anerkennungspraktikantin. Denn das Praktikum (übrigens in einem Jugendamt/ASD) beginnt erst übernächste Woche.

Bis dahin… nutze ich die Zeit. Mit Filmen die ich schon lange mal schauen wollte (Oben, Wall-E, Beim Leben meiner Schwester, In meinem Himmel), Büchern für die im Studium wenig Zeit war (Thriller) und Jule*.

Und mit dem Abschied nehmen. Von einer tollen Zeit.

*SIE wird jetzt nicht mehr länger SIE genannt, sondern eben schlicht: Jule. ❤

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Veränderungen

26. Februar 2009

sind schwierig. Für manchen mehr, für andere weniger.
Ich erlebe täglich bei meiner Arbeit, wie die kleinste Veränderung, die Kinder völlig aus der Bahn schmeißt. Wenn neue Leute da sind, wenn in der Schule auf einmal alle Kinder verkleidet waren oder wenn der Schwimmunterricht ausfällt, weil der Lehrer krank ist. Für die Kinder, mit denen ich zur Zeit arbeite bricht dann eine Welt zusammen. Struktuuuuhuuuur!!!

Ich mag Veränderungen auch nicht. Dinge die sich verändern machen mein Leben instabil, unsicher. Natürlich hat das -Gott sei dank- eine völlig andere Dimension als bei einem autistischen Menschen.

Warum ich das jetzt schreibe? Nun, ich öffnete grade meinen Blog und stellte fest, dass es mir nicht mehr so gefällt. Der grüne Header, der so einem vorgefertigtem Design entspringt, das Foto, die Schrift.
Ich vermisse auch einige Funktionen bei blogspot, die ich in den Blogs die ich täglich lese, entdecke.
„Ich könnte umziehen…“ war so ein Gedanke, der mir eigentlich sehr gut gefällt, den ich dann aber sofort bei Seite geschoben habe. Denn dann kamen die Bedenken. Komme ich mit einem anderen Blog klar, ist es eben so einfach zu bedienen wie blogspot? Gibt es dort hübsche Designs? Und was ist wenn ich dort einfach nicht schreiben kann? Eigentlich so eine banale Sache. Quasi lächerlich. Aber mein Blog ist mir so „vertraut“, dass die Vorstellung von was neuem „beängstigend“ ist.
Und einmal mehr beginne ich zu verstehen, was für ein Kampf die Kinder mit denen ich zur Zeit arbeite jeden Tag ausfechten. Mit der Welt, mit ihren Mitmenschen und vor allen Dingen mit sich selbst.

Könnt ihr mir einen „Bloganbieter“ (nennt man das so?) empfehlen?
Manchmal sind Veränderungen, bei all der Instabilität und Unsicherheit die sie bringen, nötig und letztlich gut.

„Beim Fasching gab es Schokoküsse und kein Mathe.“

Nachtrag.

10. Februar 2009

Aufgrund eines Kommentars , möchte ich zu diesem Eintrag noch was sagen.

Ich habe vor meinem Studium schon 2 Jahre gearbeitet. Das war harte Arbeit, anstrengend, auch körperlich, von der seelischen Anstrengung vergleichbar mit dem was ich jetzt tue.
Aber ich hatte ein Leben neben dem Job.

Grade arbeite ich mindestens 10, eher 11-12 Stunden täglich. Die Menschen die dort arbeiten tun dies mit Leib und Seele. Das ist toll. Wirklich. Aber nicht dann, wenn man sich selbst darüber vergisst. Zu den Stunden die ich wirklich arbeite kommen teilweise nicht unerhebliche Fahrzeiten hinzu.
Und für mich ist klar: So werde ich auch nach meinem Studium nicht arbeiten. Das ist sicher nicht blauäugig gedacht- alle Mitarbeiter MÜSSEN das nicht so machen, sie tun es freiwillig. Und ich habe einfach keine andere Chance- ich muss da mitziehen.

Und ja, es macht Spaß. Aber ich bin ein Mensch der auch Zeit für andere Dinge braucht.

Für mich zum Beispiel.

Das Praktikum…

10. Februar 2009

…schafft mich total…
Wann soll ich denn Leben wenn ich um 19 Uhr nach Hause komme und um 7 Uhr am nächsten Tag wieder raus muss?
Das ist doch nicht richtig.
😦

zu früh…

27. Januar 2009

… für mich.
… für warmes Wasser. (Haallo? Im Ernst jetzt?)
… sogar zu früh für Frau Amis Blog. Erschütternd. Da steht sonst immer was wenn ich wach bin.

Aber:

Praktikum…

26. Januar 2009

Heute war’s also soweit, der erste Praktikumstag. Es war… anstrengend. LANGE nicht mehr gearbeitet und jetzt arbeite ich LANGE. 10-12 Stunden am Tag. Mit autistischen Kindern. Und ich hoffe ich gewöhne mich dran. Denn heute, nach 10 Stunden, leide ich an Sprachfindungsstörungen.

Liebe Leute mit Jobs? Wann trinkt ihr? Ich hab heut vielleicht 200 ml getrunken.

Alles eine Sache der Gewöhnung. Bestimmt.

(Morgen um 6:45 aus dem Haus. Hallo? Im Ernst jetzt??)