Archive for November 2011

Hannover Hauptbahnhof – Vorhof der Hölle

30. November 2011

Ich arbeite nicht in Hannover sondern pendele jeden Morgen. Bis jetzt täglich mit dem Zug. An Verspätungen, Zugausfälle, gleisänderungen habe ich mich inzwischen gewöhnt und nehme es müde lächelnd hin. Woran ich mich wohl nie gewöhnen werde sind die Menschenmassen die sich durch die Bahnhofshalle schieben. Ach eigentlich ginge sogar das, wenn nicht einzelne aus der Masse ausbrechen würden. Sie schieben schubsen und schimpfen. Benutzen Ellenbogen, Rucksäcke und Regenschirme um die phlegmatische Masse auseinanderzutreiben. Und all das nur um eine Tunfisch-Pizza, ein Leberkäse oder andere morgendlichen Perversitätein zu ergattern mit denen sie sich in meinen Zug setzen und diesen damit laut am handy quatschend vollzustinken.

Ab nächster Woche nur noch 3 mal in der Woche. Die anderen zwei Tage fahre ich mit meinem neuen Auto.

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Runde Tische

25. November 2011

Ich sitze im Zug auf dem Weg in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. Nach meinem Anerkennungsjahr im Jugenamt wurde ich dort nahtlos übernommen und bin jetzt richtig echte Bezirkssozialarbeiterin.

Immer mal wieder kommt es vor, dass ich zu sogenannten Runden Tischen, diemeistens eh eckig sind, eingeladen werde.  Eckig sind da oft nicht nur die Möbelstücke. Ich meine das genauso symbolisch, wie ja schon das „rund“ ein Symbol ist.

Wiki sagt:

Ein Runder Tisch wird oft eingesetzt als symbolische Sitzordnung einer Konferenz zur Bewältigung von Krisen, in der Vertreter verschiedener Institutionen gleichberechtigt, d. h. ohne Hierarchiestufen oder Vorsitzenden, einen von allen Seiten anerkannten Kompromiss finden wollen.

Heute also ein runder Tisch für einen Jugendlichen der zur Zeit in der Kinder- und Jugenpsychiatrie ist.Und ich bezweifle irgendwie, dass dieser Tisch auch nur ansatzweise  rund wird. Vermutlich für keinen. Hierarchiestrukturen die einfach nunmal vorhanden sind lassen sich nicht von jetzt auf gleich ausblenden. Der junge  wird wohl keine Sekunde vergessn, dass diese Erwachsenen (therapeut_innen, Ärzt_innen…und ich) irgendwie über seine Zukundt reden.  Letztlich zählt sein Wort kaum. Und auch meins sicher weniger als das der Therapeutin die die Diagnose gestell hat.

Ich mag „runde“ Tische nicht.

Neustart – vielleicht.

20. November 2011

Liest hier noch jemand von meinen alten Leser_innen?

Seit dem letzten Beitrag ist soviel passiert, dass ich damit locker ein halbes Jahr bloggen könnte.

Hauptsächlich deswegen entstand die Blogpause. Aber auch, weil ich an meinen Blog eine Anspruchshaltung entwickelt habe.

Mein Blog wird nie ein großer Blog werden, so einer wie der von Frau Brüllen  oder Frau Mutti.

Der Neustart beginnt mit einer neuen Haltung: Ich blogge für mich und für die, die hier gerne lesen.

Mal sehen, wie es anläuft.
Es wird definitiv der letzte Versuch in diesem Blog.

Herzliche Grüße und hoffentlich bis bald!