Specken Dicken

Ich bin mir nahezu sicher, dass nicht einmal Frau…äh…Mutti oder Ines (die ich beide für Göttinnen des Kochens halte) dieses Gericht kennen.

Es ist ein ostfriesisches Silvester Gericht. Süße Zimt-Pfannkuchen in die jeweils 2 Stücke Speck und 2 Stücke Mettwurst gedrückt werden.

EIGENTLICH werden sie mit Specken Dicken-Mehl (Mischung aus Roggen- und Buchweizenmehl) gemacht. Und mit Sirup und Anis.

Aber meine Uroma väterlicherseits hatte entweder nicht genug Geld für diese Zutaten oder aber sie mochte sie nicht. Jedenfalls nahm sie Zucker, Zimt, Weizenmehl und Wasser.

Meine Mutter sagt: Das sind nicht die richtigen ostfriesischen Specken Dicken. Die mag ich nicht. Mein Vater liebt sie. Und ich auch. (Für sie klingt das vielleicht ekelig, aber urteilen sie nicht bevor sie probiert haben!! 😉 )

Meine Oma und ich haben die früher immer zusammen gemacht. An Silvester.
Meine Oma sagte immer: „Wenn ich mal nicht mehr bin, musst du unsere Specken Dicken Tradition fortführen.“
Meine Oma ist letztes Jahr gestorben. Verrückterweise an Silvester.

Heute habe ich Specken Dicken gebacken. Die nach Oma’s Rezept. Mit ein bisschen Wehmut und viel Spaß.

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